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04.08.2010 -  Tierschutz in der modernen Tierhaltung

(DBV) Die Entwicklung der Veredlungsproduktion in Deutschland in den vergangenen Jahren ist eine Erfolgsstory. Durch deutliche Produktionssteigerungen konnte die führende Position Deutschlands weiter ausgebaut werden. Deutschland ist in der EU die Nummer 1 in der Schweinefleischproduktion, stellt der Deutsche Bauernverband (DBV) fest. Nicht zuletzt durch diesen Erfolg gerät die Tierhaltung zunehmend in den Blickpunkt von Gesellschaft und Politik.

Die Tierhaltung ist in den zurückliegenden 60 Jahren mit ständiger Begleitung von Wissenschaft, Forschung und Beratung kontinuierlich weiterentwickelt worden. Dabei mußten Ökonomie, Ökologie, Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit Tierschutz zur Deckung gebracht werden. Gegenwärtig steht der Tierschutz – neben dem Klimaschutz – ganz oben in politischen und öffentlichen Diskussionen. Woher kommt diese zunehmende Aufmerksamkeit für die Tierhaltung? Handelt es sich hier um eine dauerhafte Veränderung in Gesellschaft und Politik? Worauf müssen Landwirte bei der Weiterentwicklung ihres Veredlungsbetriebes achten?

Das sind nur einige Fragen, die im Rahmen des Veredlungstages 2010 des Deutschen Bauernverbandes am 15. September 2010 diskutiert werden. Zu diesem Wirtschaftsforum, das die BayWa unterstützt, trifft sich die gesamte Branche: Futtermittelhersteller, Tierzüchter, Schweinehalter, Viehhandel, Schlachtbranche und Fleischverarbeiter. Die eintägige Fachveranstaltung findet auf dem Gelände der BayWa Agrar AG in Herrieden in Bayern statt, wo pro Jahr rund 10.000 to Getreide und 7.500 to. Dünger umgeschlagen werden. Der BayWa-Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz wird auf dem vor vier Jahren neu gebauten Agrar-Standort zusammen mit DBV-Vizepräsident Franz-Josef Möllers die Gäste begrüßen.

Gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wird sowohl eine aktuelle Standortbestimmung erfolgen als auch analysiert, in welchem Rahmen Verbesserungen bei Haltung und Tierschutz notwendig und möglich sind. Mit dem EU-Tierschutzaktionsplan kommen eine Reihe neuer Anforderungen auf die Schweinehalter zu. Wie diese schwer abschätzbare Umsetzung in der Praxis erfolgen könnte und welche Konsequenzen sich aus diesen Herausforderungen für die Schweinehalter ergeben, wird auf dem Veredlungstag 2010 des DBV aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und bewertet.

Weitere Vorträge und Diskussion nehmen die Herausforderungen im Betriebsmanagement unter die Lupe. Hier geht es um die aktuelle Situation auf den Schweine-, Futter- und Betriebsmittelmärkten sowie die Diskussion von Vermarktungsstrategien. Zudem werden auch wichtige betriebswirtschaftliche Eckpunkte für die zukünftige erfolgreiche Ausrichtung des eigenen Betriebes aufgezeigt. Detaillierte Informationen einschließlich des Programms sind erhältlich beim DBV unter der Telefonnummer 030/31904-295.