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30.04.2012 -  Schweinemast mit Fließfutter

(DTC) Bei der Fütterung mit Fließfutter werden flüssige, feuchte oder trockene Futterkomponeten zu einem fließfähigen Futterbrei gemischt und über Rohrleitungen in den Trog gepumpt. Insbesondere niedrige Futterkosten und arbeitswirtschaftliche Vorteile sprechen für die Flüssigfütterung, erklärte Johannes Hilgers von der Erzeugergemeinschaft Rheinland jetzt auf einem Seminar für Schweinemäster. Fließfutter wird vor allem dort eingesetzt, wo preisgünstige Futtermittel wie Molke, Schlempe oder CCM vorhanden sind. „Dabei ist eine ausreichende Nährstoffkonzentration ganz entscheidend für den Masterfolg“, stellte Hilgers Zahlen aus einer aktuellen Feldstudie vor.

In dieser Feldstudie wurden aus 24 Betrieben 82 Fließfutterproben auf ihren Trockensubstanzgehalt bei der Lufa Münster untersucht. Die Ergebnisse zeigten in den meisten Fällen nur geringe Abweichungen zu den Zielwerten. Überraschend war, dass zwischen den Ergebnissen von Anmischbehälter – erstes Ventil und letztes Ventil kaum Schwankung im Trockensubstanzgehalt bestanden. Entmischungseffekte des Futterbreies im Hinblick auf die Länge der Futterzuleitung waren nicht eindeutig erkennbar.

In Einzelfällen wurden jedoch extreme Abweichungen im Trockensubstanzgehalt festgestellt, die von 18% TS-Gehalt bis 30 % TS-Gehalt reichten. Dazu der Experte: „Schweine lassen sich nur dann bedarfgerecht versorgen, wenn die kalkulierten auch beim Tier ankommen. Liegen die Trockensubstanzgehalte unter den berechneten Werten, ist zu viel Wasser in der Mischung und die Schweine werden unterversorgt. Sind die Trockensubstanzgehalte in der Ration zu hoch, kommt es zu einer Nährstoffüberversorgung und das Futter ist nicht optimal fließfähig“. Im Fließfutter ist ein Zielwert von 25 % TS anzustreben, damit die Tiere leistungs- und bedarfsgerecht versorgt werden. Je flüssiger das Futter ist, desto geringer sind die Tageszunahmen und die Futterverwertung verschlechtert sich. Der TS-Gehalt bestimmt, wie viel Futter ein Schwein aufnehmen muss, um seinen Energie- und Proteinbedarf bei entsprechender Leistung zu decken. „Um die eingesetzten Futterkomponenten richtig bewerten zu können, ist eine Futteruntersuchung unabdingbar, denn wer den TS-Gehalt kennt, füttert nicht im Blindflug“, empfahl Hilgers.