News aktuell
Produkte aktuell
Für Sie gelesen
Rohstofflexikon
Rohstoffe - was versteht man darunter? Welche Rohstoffe werden für die Ernährung der Tiere eingesetzt? Im Rohstofflexikon finden Sie diese und viele weitere Antworten.
Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.
A
Ackerbohne
Einjährige, eiweißreiche Leguminose (Schmetterlingsblütler). Die Pflanze hat eine sehr starke Pfahlwurzel mit zahreichen Nebenwurzeln, welche mit Knöllchenbakterien besetzt sind (N-Sammlung). Die fast runden, 8 bis 12 cm langen und 1 bis 2 cm breiten Hülsen stehen aufrecht bis waagerecht, sie enthalten 2 bis 5 Samen. Die Samen variieren je nach Anbausorte in der Farbe von graugelb, hellbraun bis schwarzbraun, rötlich oder grünlich, sowie in der Form von fast kugelig, eiförmig bis rundoval, mit abgeflachten bis plattgedrückten, teilweise schrumpeligen Seiten und einem großen länglichen, dunklen Nabel. Die Ackerbohne verträgt Temperaturen bis -4 °C und stellt hohe Ansprüche an eine gleichmäßige Wasserversorgung. Daher kommen in Frage: Böden mit guter Wasserhaltefähigkeit oder leichte Böden bei ausreichenden Niederschlägen. Ackerbohnensorten werden in manchen landwirtschaftlichen Betrieben aus Fruchtfolgegründen angebaut. Für die Verwendung in der Tierernährung sind der Gehalt an Rohprotein (ca. 26 %) und Stärke (ca. 38 %) bestimmend. Beachtet werden muß bei Verwendung der Ackerbohne der vergleichsweise niedrige Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren, vor allem Methionin. Der Methioningehalt der Futterrezeptur wird entsprechend über andere Proteinkomponenten wie z. B. Sojaschrot oder durch Zulage von reinem {Methionin}entsprechend des Bedarfes der zu versorgenden Tierart ergänzt. Ackerbohnen finden vornehmlich in Rezepturen für Mastschweine Verwendung.
Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 „Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh„
| Ackerbohne | |
| Inhaltsstoffe | Gehalt (je kg Original- substanz) |
| Trockenmasse, g/kg | 870,00 |
| Rohprotein, g/kg | 260,00 |
| Lysin, g/kg | 16,50 |
| Methionin, g/kg | 2,20 |
| Methionin +Cystin, g/kg |
5,30 |
| Threonin, g/kg | 9,40 |
| Tryptophan, g/kg | 2,40 |
| UDP, % vom Rohprotein |
15,00 |
| nXP, g/kg | 169,40 |
| RNB, g/kg | 14,50 |
| Rohfaser, g/kg | 77,00 |
| Rohfett, g/kg | 13,00 |
| Zucker, g/kg | 35,00 |
| Stärke, g/kg | 365,00 |
| Stärkebe- ständigkeit, % |
20,00 |
| beständige Stärke (bXS), g/kg |
73,00 |
| NDForg, g/kg | 143,55 |
| ADForg, g/kg | 108,75 |
| NFC, g/kg | 417,60 |
| Strukturwert (SW), /kg |
0,11 |
| Rohasche, g/kg | 33,90 |
| ME, MJ/kg (Schwein) |
12,50 |
| ME, MJ/kg (Geflügel) |
10,75 |
| ME, MJ/kg (Rind) |
11,85 |
| NEL, MJ/kg | 7,50 |
| Calcium, g/kg | 1,20 |
| Phosphor, g/kg | 4,80 |
| verdaulicher Phosphor, g/kg (Schwein) |
1,68 |
| Natrium, g/kg | 0,20 |
Alleinfuttermittel
Alleinfuttermittel sind - wie ihr Name schon sagt - Futtermittel, die in ihrer Zusammensetzung den gesamten Nährstoffbedarf eines Tieres abdecken. Sie können daher alleine - das heißt ohne die Verfütterung zusätzlicher Komponenten - eingesetzt werden und stellen dabei sicher, dass das Tier art- und leistungsgerecht ernährt wird. Während Alleinfuttermittel vor allem im Geflügel-, Schweine- und Heimtierbereich eingesetzt werden, werden Wiederkäuer in der Regel mit Grundfutter und Ergänzungsfuttermitteln ernährt.
Ameisensäure
Ameisensäure ist eine in der Natur vorkommende Säure. Sie spielt u.a. im intermediären Stoffwechsel bei der Übertragung von C1-Körpern eine wichtige Rolle. Über die Nahrung aufgenommene Ameisensäure wird zu einem kleinen Teil unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Der größte Teil wird aber im Stoffwechsel umgesetzt. Auch die Milchkuh produziert bei der Pansengärung kleinste Mengen Ameisensäure.
Die Wirkung der Ameisensäure gerade gegen Bakterien beruht hauptsächlich auf ihrem pH-Wert-senkenden Effekt. Sie stellt die stärkste Säure der Fettsäurereihe dar und eignet sich wegen ihrer hohen Dissoziationskonstanten besonders dann zur Konservierung, wenn deutlich saure Produkte mit pH-Werten bis unter 3,5 erwünscht sind.
Ameisensäure kann u.a. bei der Bereitung von Silagen (z.B. Grassilage, Maissilage oder Corn-Cob-Mix) als Silierhilfsmittel verwendet werden. Gerade bei schwer silierbaren Futtermitteln wie nassen und eiweißreichen Futterpflanzen hat sie sich bewährt. Durch die rasche Absenkung des pH-Wertes wird das Wachstum von Buttersäure- und Ammoniak-produzierenden Bakterien reduziert und die Entwicklung erwünschter milchsäurebildender Bakterien gefördert. Durch die dann in entsprechendem Umfang gebildete Milchsäure wird ein für die Lagerung erforderlicher niedriger pH-Wert erreicht. Die so stabilisierte Silage zeichnet sich u.a. durch einen typischen Milchsäuregeruch aus und wird von den Tieren gerne aufgenommen.
Ameisensäure wird in der Fütterung auch zur Ansäuerung von Süßmilch, Magermilch, Molke und Milchaustauschertränken für Kälber genutzt. Dadurch wird eine Stabilisierung dieser Produkte über eine längere Zeit abgesichert.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit der Ameisensäure besteht in der Fütterung von jungen Monogastriern (z.B. Ferkel). Auf der einen Seite wird der pH-Wert im Futter abgesenkt, was grundsätzlich futterhygienische Vorteile hat. Auf der anderen Seite wird über die Ameisensäure aber auch eine Verringerung von pH-Wert-Schwankungen im Magen, die z.B. durch ungleichmäßige Futteraufnahme (Überfressen) auftreten können, erreicht. Das führt zu einer gesicherten Verdauung und letztendlich zu verbesserten Zuwachsleistungen der jungen Tiere.
Die Wirkung der Ameisensäure gerade gegen Bakterien beruht hauptsächlich auf ihrem pH-Wert-senkenden Effekt. Sie stellt die stärkste Säure der Fettsäurereihe dar und eignet sich wegen ihrer hohen Dissoziationskonstanten besonders dann zur Konservierung, wenn deutlich saure Produkte mit pH-Werten bis unter 3,5 erwünscht sind.
Ameisensäure kann u.a. bei der Bereitung von Silagen (z.B. Grassilage, Maissilage oder Corn-Cob-Mix) als Silierhilfsmittel verwendet werden. Gerade bei schwer silierbaren Futtermitteln wie nassen und eiweißreichen Futterpflanzen hat sie sich bewährt. Durch die rasche Absenkung des pH-Wertes wird das Wachstum von Buttersäure- und Ammoniak-produzierenden Bakterien reduziert und die Entwicklung erwünschter milchsäurebildender Bakterien gefördert. Durch die dann in entsprechendem Umfang gebildete Milchsäure wird ein für die Lagerung erforderlicher niedriger pH-Wert erreicht. Die so stabilisierte Silage zeichnet sich u.a. durch einen typischen Milchsäuregeruch aus und wird von den Tieren gerne aufgenommen.
Ameisensäure wird in der Fütterung auch zur Ansäuerung von Süßmilch, Magermilch, Molke und Milchaustauschertränken für Kälber genutzt. Dadurch wird eine Stabilisierung dieser Produkte über eine längere Zeit abgesichert.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit der Ameisensäure besteht in der Fütterung von jungen Monogastriern (z.B. Ferkel). Auf der einen Seite wird der pH-Wert im Futter abgesenkt, was grundsätzlich futterhygienische Vorteile hat. Auf der anderen Seite wird über die Ameisensäure aber auch eine Verringerung von pH-Wert-Schwankungen im Magen, die z.B. durch ungleichmäßige Futteraufnahme (Überfressen) auftreten können, erreicht. Das führt zu einer gesicherten Verdauung und letztendlich zu verbesserten Zuwachsleistungen der jungen Tiere.
Anerkennung als Mischfutterhersteller
Jeder Betrieb, der gewerblich Mischfutter herstellt, muss sich von den zuständigen amtlichen Überwachungsbehörden anerkennen und registrieren lassen. Dafür müssen die notwendige Sachkenntnis, die technischen Voraussetzungen, Qualitätsmanagementmaßnahmen sowie eine Dokumentation der Prozesse im Betrieb nachgewiesen werden.
Auch nach der Anerkennung wird der Mischfutterhersteller von den Behörden regelmäßig und intensiv kontrolliert.
Auch nach der Anerkennung wird der Mischfutterhersteller von den Behörden regelmäßig und intensiv kontrolliert.
Apfeltrester
Nebenprodukt der Saftgewinnung aus verschiedesten Apfelsorten für die menschliche Ernährung durch Pressen. Apfeltrester stellt aufgrund seines hohen Gehaltes an Hemicellulosen, Cellulosen und Pektinen ein energiereiches Einzelfuttermittel von sehr guter Akzeptanz für Wiederkäuer dar, da diese Tierart die vorstehend genannten Nicht-Stärke-Polysaccharide im Pansen über die Pansenmikroben sehr gut energetisch umsetzt. Neben diesen Nährstoffen enthält Apfeltrester ca. 20 % Rohfaser und ca. 5 % Rohprotein.
Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh
| Apfeltrester | |
| Inhaltsstoffe | Gehalt (je kg Original- substanz) |
| Trockenmasse, g/kg | 920,00 |
| Rohprotein, g/kg | 56,10 |
| Lysin, g/kg | |
| Methionin, g/kg | |
| Methionin +Cystin, g/kg | |
| Threonin, g/kg | |
| Tryptophan, g/kg | |
| UDP, % vom Rohprotein | 40,00 |
| nXP, g/kg | 104,90 |
| RNB, g/kg | -7,40 |
| Rohfaser, g/kg | 205,20 |
| Rohfett, g/kg | 42,30 |
| Zucker, g/kg | 210,70 |
| Stärke, g/kg | 0,00 |
| Stärkebe- ständigkeit, % | 0,00 |
| beständige Stärke (bXS), g/kg | 0,00 |
| NDForg, g/kg | |
| ADForg, g/kg | |
| NFC, g/kg | |
| Strukturwert (SW), /kg | 0,47 |
| Rohasche, g/kg | 22,10 |
| ME, MJ/kg (Schwein) | 6,59 |
| ME, MJ/kg (Geflügel) | 3,61 |
| ME, MJ/kg (Rind) | 9,40 |
| NEL, MJ/kg | 5,56 |
| Calcium, g/kg | 2,20 |
| Phosphor, g/kg | 1,00 |
| verdaulicher Phosphor, g/kg (Schwein) | |
| Natrium, g/kg | 0,10 |
Rohstofflexikon 
