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Rohstofflexikon

Rohstoffe - was versteht man darunter? Welche Rohstoffe werden für die Ernährung der Tiere eingesetzt? Im Rohstofflexikon finden Sie diese und viele weitere Antworten.

Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.

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Kartoffeleiweiß

Nebenprodukt der Gewinnung von Stärke aus Kartoffeln. Die Kartoffelknollen werden zerkleinert und durch Auswaschen die Kartoffelstärke gewonnen. Der größte Teil des Kartoffeleiweißes verbleibt im Waschwasser. Durch besondere technische Verfahren werden diese hochwertigen Eiweiße gewonnen und getrocknet. Kartoffeln enthalten sogenannte Bitterstoffe (Solanin), das die Proteinverdauung im Stoffwechsel behindert. Das Solanin wird in weiteren Verfahrensschritten entfernt und man erhält das hochverdauliche entbitterte Kartoffeleiweiß mit ca. 75 % Rohprotein. Dieses Produkt wird vor allem in Mischfuttersorten (Prestarter) für junge Säugetiere (z.B. Ferkel) verwendet.

Kartoffeleiweiß
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg910,00
Rohprotein, g/kg765,00
Lysin, g/kg60,40
Methionin, g/kg14,80
Methionin
+Cystin, g/kg
29,10
Threonin, g/kg43,60
Tryptophan, g/kg9,90
UDP, %
vom Rohprotein
20,00
nXP, g/kg268,50
RNB, g/kg79,50
Rohfaser, g/kg7,00
Rohfett, g/kg15,00
Zucker, g/kg5,00
Stärke, g/kg3,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
5,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
0,15
NDForg, g/kg 
ADForg, g/kg 
NFC, g/kg 
Strukturwert
(SW), /kg
 
Rohasche, g/kg31,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
16,85
ME, MJ/kg
(Geflügel)
 
ME, MJ/kg
(Rind)
10,50
NEL, MJ/kg6,35
Calcium, g/kg0,40
Phosphor, g/kg2,60
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
1,82
Natrium, g/kg0,20

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Kartoffelpülpe

Nebenprodukt der Gewinnung von Stärke aus Kartoffeln. Die Kartoffelknollen werden zerkleinert und durch Auswaschen die Kartoffelstärke gewonnen. Der größte Teil des Kartoffeleiweißes verbleibt im Waschwasser. Die Zellwandbestandteile und ein gewisser Reststärketeil verbleiben in der Kartoffelpülpe. Die frische Pülpe ist sehr wasserreich, der Trockensubstanzgehalt beträgt ca. 14 %. Er wird durch Abpressen auf ca. 25 % erhöht. Der restliche Wassergehalt wird durch Trocknung entzogen. Die trockene Kartoffelpülpe enthält ca. 16 % Rohfaser und bis zu 35 % Stärke (abhängig vom Grad der Stärkeauswaschung bei der Gewinnung). Getrocknete Kartoffelpülpe findet in der Tierernährung im Mischfutter für Wiederkäuer (Kühe, Rinder) Verwendung. Die Rohfaser wird im Pansen sehr gut fermentiert und stellt unter Einbeziehung der Stärke ein energiebetontes Einzelfuttermittel dar.


Kartoffelquellstärke

Erzeugnis, das aus Kartoffelstärke besteht. Die Stärke ist durch eine Wärmebehandlung (hydrothermische Behandlung) weitgehend aufgeschlossen. Der Stärkeaufschlussgrad beträgt dabei mindestens 50 %. Damit ist die Stärke insbesondere auch für junge Monogastrier entsprechend gut verdaulich. Wenn an die Wärmebehandlung eine geeignete Hydrolyse angeschlossen wird, spricht man von teilverzuckerter Kartoffelquellstärke. Analytisch muss das Produkt dann einen Gehalt von mind. 15 % reduzierender Zucker aufweisen.


Kartoffelstärke

Aus Kartoffeln gewonnene, technisch reine Stärke.


Kennzeichnung von Mischfutter

Für Mischfutter gilt: Was drin ist, steht auch drauf!

Besonders wichtig für die bedarfsgerechte Ernährung sind der Eiweiß-, Fett- und Energiegehalt eines Futters sowie enthaltene Zusatzstoffe wie lebensnotwendige Vitamine und Spurenelemente. Es ist daher gesetzlich vorgeschrieben, Tiernahrung mit diesen Angaben zu kennzeichnen. Darüber hinaus praktizieren die deutschen Mischfutterhersteller die sogenannte offene Deklaration. Das bedeutet, das alle im Mischfutter verwendeten Rohstoffe in den Warenbegleitpapieren bzw. auf dem Sackanhänger einzeln angegeben werden. Dabei steht derjenige Rohstoff mit dem höchsten Anteil in der Mischung an erster Stelle (Deklaration in absteigender Reihenfolge). Jeder Tierhalter weiß dadurch genau, was er an seine Tiere füttert.