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Rohstofflexikon

Rohstoffe - was versteht man darunter? Welche Rohstoffe werden für die Ernährung der Tiere eingesetzt? Im Rohstofflexikon finden Sie diese und viele weitere Antworten.

Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.

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L

Laktose

Laktose wird aus Vollmilch gewonnen. Dazu wird durch Zentrifugieren der Rahm (Butterherstellung) abgetrennt und es verbleibt die Magermilch. Durch Zusatz von Lab (ein Enzym) oder Milchsäure wird das Casein (Milchprotein) gefällt und entzogen. Bei der Labfällung verbleibt die Süßmolke, bei der Säurefällung die Sauermolke. Aus der Süßmolke wird in einem weiteren Verarbeitungsschritt die Laktose (Milchzucker) gewonnen und getrocknet. Laktose wird vornehmlich in speziellen Futtersorten für sehr junge Ferkel (Prestarter) als Energiequelle und als Komponente mit höchster Schmackhaftigkeit verwendet.


Lecithin

{Lecithin}ist die Bezeichnung für ein Gemisch von Phospholipiden. Phospholipide sind Bestandteile aller tierischen und pflanzlichen Zellen. Lecithin wird hauptsächlich aus Sojaöl gewonnen. Es fällt in Sojamühlen als Nebenprodukt der Speiseölherstellung an. Im Rohöl ist es zu 2 - 3% enthalten. Durch Zusatz der gleichen Menge an Wasser quillt das Lecithin zu einer schleimigen Masse auf. Es kann mittels Zentrifugen vom Öl abgetrennt werden. Die separierte gelbliche Masse wird anschließend sofort vakuumgetrocknet. Es entsteht das Rohlecithin, eine fettartige, gelb-braune, dickflüssige Substanz. Während das Rohlecithin neben den Phospholipiden noch eine Vielzahl von Begleitstoffen wie Glycolipide, Triglyceride, freie Fettsäuren, Sterine, Saccharide und Carotinoide enthält, besteht Rein-Lecithin, das durch ein Extraktionsverfahren von diesen Begleitstoffen weitgehend befreit wurde, im wesentlichen aus Phosphatidylcholin, -ethanolamin, -inosit, Phosphatidsäure und Glycolipiden. Rein-Lecithin ist ein gelbliches Pulver bzw. Granulat. Die Hauptverwendung des Lecithins ist die als Emulgator und Coemulgator in der Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie sowie in vielen Gebieten des so genannten Nonfood-Bereichs.


Leinexpeller

Nebenprodukt der Gewinnung von Leinöl aus den Samen des Öllein (Linum usitatissimum L.) durch Abpressen. Leinexpeller hat aufgrund einer Schleimbildung im Magen-Darm-Kanal eine besondere diätetische Bedeutung. Dieser Schleim entsteht durch Verquellung der äußeren Epidermiswand des Leinsamens im wässrigen Medium und besteht aus verschiedenen Kohlenhydraten (u.a. Rhamnose, Galaktose und Xylose). Den Schleimstoffen werden eine Reihe günstiger Eigenschaften wie Stimulation der Darmperistaltik und eine positive Wirkung auf die Pansenmikroben beim Wiederkäuer zugeschrieben. Leinexpeller enthält ca. 31 % Rohprotein, ca. 9 % Rohfaser und einen hohen Anteil an Hemicellulosen sowie andere Nicht-Stärke-Polysaccharide, die für die Schleimbildung verantwortlich sind. In der Tierernährung wird Leinexpeller vornehmlich im Mischfutter für Wiederkäuer (Kälber, Kühe) und Pferde (Zuchtstuten, Deckhengste, Fohlen) aufgrund des Eiweißgehaltes und der diätetischen Wirkung eingesetzt.


Leinextraktionsschrot

Nebenprodukt der Gewinnung von Leinöl aus den Samen des Öllein (Linum usitatissimum L.) durch Extraktion. Leinextraktionsschrot hat aufgrund einer Schleimbildung im Magen-Darm-Kanal eine besondere diätetische Bedeutung. Dieser Schleim entsteht durch Verquellung der äußeren Epidermiswand des Leinsamens im wässrigen Medium und besteht aus verschiedenen Kohlenhydraten (u.a. Rhamnose, Galaktose und Xylose). Den Schleimstoffen werden eine Reihe günstiger Eigenschaften wie Stimulation der Darmperistaltik und eine positive Wirkung auf die Pansenmikroben beim Wiederkäuer zugeschrieben. Leinextraktionsschrot enthält ca. 33 % Rohprotein, ca. 9 % Rohfaser und einen hohen Anteil an Hemicellulosen sowie andere Nicht-Stärke-Polysaccharide, die für die Schleimbildung verantwortlich sind. In der Tierernährung wird Leinextraktionsschrot vornehmlich im Mischfutter für Wiederkäuer (Kälber, Kühe) und Pferde (Zuchtstuten, Deckhengste, Fohlen) aufgrund des Eiweißgehaltes und der diätetischen Wirkung eingesetzt.

Leinextraktionsschrot
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg890,00
Rohprotein, g/kg343,00
Lysin, g/kg12,60
Methionin, g/kg7,00
Methionin
+Cystin, g/kg
12,40
Threonin, g/kg12,40
Tryptophan, g/kg5,50
UDP, %
vom Rohprotein
25,00
nXP, g/kg197,70
RNB, g/kg23,20
Rohfaser, g/kg92,00
Rohfett, g/kg24,00
Zucker, g/kg40,00
Stärke, g/kg17,80
Stärkebe-
ständigkeit, %
10,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
1,80
NDForg, g/kg275,90
ADForg, g/kg164,70
NFC, g/kg186,90
Strukturwert
(SW), /kg
0,31
Rohasche, g/kg58,70
ME, MJ/kg
(Schwein)
10,40
ME, MJ/kg
(Geflügel)
8,77
ME, MJ/kg
(Rind)
10,70
NEL, MJ/kg6,55
Calcium, g/kg3,60
Phosphor, g/kg8,60
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,86
Natrium, g/kg0,90

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Linse

Samen der Linse (Lens culinaris a.o.)

Futterlinse
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg880,00
Rohprotein, g/kg245,00
Lysin, g/kg17,00
Methionin, g/kg2,30
Methionin
+Cystin, g/kg
5,00
Threonin, g/kg10,00
Tryptophan, g/kg2,50
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg167,60
RNB, g/kg12,40
Rohfaser, g/kg52,00
Rohfett, g/kg15,00
Zucker, g/kg50,00
Stärke, g/kg390,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
 
beständige Stärke
(bXS), g/kg
 
NDForg, g/kg 
ADForg, g/kg 
NFC, g/kg 
Strukturwert
(SW), /kg
0,03
Rohasche, g/kg 
ME, MJ/kg
(Schwein)
13,60
ME, MJ/kg
(Geflügel)
11,47
ME, MJ/kg
(Rind)
 
NEL, MJ/kg7,64
Calcium, g/kg1,00
Phosphor, g/kg3,50
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
 
Natrium, g/kg0,10

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Linsenschalen

Nebenerzeugnis, das beim Schälen von gereinigten Linsen gewonnen wird. Das Produkt enthält überwiegend die Samenschalen der Linse (Lens culinaris a.o.).


Luzernegrünmehl

Luzerne (Medicago sativa L.) ist eine der ältesten bekannten Futterpflanzen und in gemäßigten Klimaten weit verbreitet. Die Luzerne kann in unterschiedlichen Vegetationsstadien geschnitten und getrocknet werden. Da Luzernegrünmehl bevorzugt in Mischfutter für Pferde und Kaninchen verwendet wird und diese „Blinddarmverdauer“ eine rohfaserreiche und eher eiweißärmere Qualität benötigen, wird die Luzerne zum Ende der Blüte geschnitten. Besondere Qualitäten der geschnittenen Luzerne werden bevorzugt sonnengetrocknet. Luzernegrünmehl enthält ca. 27 - 33 % Rohfaser und ca. 14 – 16 % Rohprotein.

Luzernegrünmehl
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg900,00
Rohprotein, g/kg170,00
Lysin, g/kg7,70
Methionin, g/kg2,60
Methionin
+Cystin, g/kg
4,60
Threonin, g/kg7,10
Tryptophan, g/kg2,50
UDP, %
vom Rohprotein
35,00
nXP, g/kg135,70
RNB, g/kg5,50
Rohfaser, g/kg260,00
Rohfett, g/kg24,00
Zucker, g/kg44,00
Stärke, g/kg0,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
0,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
0,00
NDForg, g/kg378,00
ADForg, g/kg288,00
NFC, g/kg193,50
Strukturwert
(SW), /kg
2,55
Rohasche, g/kg110,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
6,90
ME, MJ/kg
(Geflügel)
5,27
ME, MJ/kg
(Rind)
7,80
NEL, MJ/kg4,50
Calcium, g/kg15,40
Phosphor, g/kg2,60
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
1,30
Natrium, g/kg0,90

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Lysin

{Lysin}ist eine essentielle Aminosäure und wird in der reinen Form als L-Lysin (D-Form biologisch vom Tier nicht zu verwerten) fermentativ durch Mikroorganismen hergestellt. Diese Mikroorganismen erhalten in den Fermentern als Nahrungsbasis Melasse, Zucker, stärkehaltige Produkte sowie Stickstoffquellen. Die reine Aminosäure Lysin wird dann über verschiedene Stufen abgetrennt und liegt als L-Lysin-Monohydrochlorid (mindestens 78 % L-Lysin) vor. In der Tierernährung wird Lysin als Einzelaminosäure zur Sicherstellung der Versorgung der Tiere je nach Futtersorte und Tierart verwendet.

L-Lysin HCl
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg1000,00
Rohprotein, g/kg800,00
Lysin, g/kg800,00
UDP, %
vom Rohprotein
0,00
nXP, g/kg0,00
RNB, g/kg128,00

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh