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Rohstofflexikon

Rohstoffe - was versteht man darunter? Welche Rohstoffe werden für die Ernährung der Tiere eingesetzt? Im Rohstofflexikon finden Sie diese und viele weitere Antworten.

Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.

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M

Magermilchpulver

Magermilchpulver wird aus Vollmilch gewonnen. Dazu wird durch Zentrifugieren der Rahm (Butterherstellung) abgetrennt und der verbleibenden Magermilch durch eine sehr schonende Sprüh- oder Walzentrocknung das Wasser entzogen. Magermilchpulver enthält ca. 35 % Rohprotein mit hoher biologischer Wertigkeit und sehr hoher Verdaulichkeit sowie ca. 45 % Milchzucker (Lactose). Magermilchpulver wird als hochverdauliche Eiweißquelle in der Ernährung junger Monogastrier (z.B. Ferkel) und Kälber genutzt.

Magermilchpulver
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg960,00
Rohprotein, g/kg350,00
Lysin, g/kg27,30
Methionin, g/kg6,50
Methionin
+Cystin, g/kg
11,90
Threonin, g/kg15,70
Tryptophan, g/kg4,50
UDP, %
vom Rohprotein
5,00
nXP, g/kg171,00
RNB, g/kg28,65
Rohfaser, g/kg0,00
Rohfett, g/kg5,00
Zucker, g/kg492,00
Stärke, g/kg0,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
0,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
0,00
NDForg, g/kg0,00
ADForg, g/kg0,00
NFC, g/kg0,00
Strukturwert
(SW), /kg
-0,06
Rohasche, g/kg79,70
ME, MJ/kg
(Schwein)
15,65
ME, MJ/kg
(Geflügel)
10,25
ME, MJ/kg
(Rind)
13,20
NEL, MJ/kg8,50
Calcium, g/kg13,00
Phosphor, g/kg10,10
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
9,10
Natrium, g/kg5,10

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Mais

Eine 1493 aus Mittelamerika eingeführte, bis 3 m hohe, zu den Süßgräsern gehörende Getreidepflanze (Zea mays), deren Anbau sich über die ganze Erde verbreitet hat. Verwendet werden entweder die ganzen Pflanzen als Grün- oder Silofutter oder die Körner. Für die Tierernährung sind der Stärkegehalt (ca. 61 %) und der Fettgehalt (ca. 4 %) der Maiskörner sehr bedeutend. Vor allem dadurch wird der Energiegehalt bestimmt. Bei der Verarbeitung von Mais für die menschliche Ernährung (Maisstärke- und Maiskeimölgewinnung) fallen unterschiedliche Nebenprodukte an, die hervorragend für die Tierernährung zu nutzen sind. Hier seien nur Maiskleberfutter (Corngluten, Maisarin) und Maiskeimextraktionsschrot genannt.

Mais
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg93,00
Lysin, g/kg2,70
Methionin, g/kg1,95
Methionin
+Cystin, g/kg
4,00
Threonin, g/kg3,30
Tryptophan, g/kg0,60
UDP, %
vom Rohprotein
35,00
nXP, g/kg143,75
RNB, g/kg-8,10
Rohfaser, g/kg23,00
Rohfett, g/kg40,00
Zucker, g/kg17,00
Stärke, g/kg611,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
42,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
256,60
NDForg, g/kg100,00
ADForg, g/kg26,10
NFC, g/kg626,40
Strukturwert
(SW), /kg
0,19
Rohasche, g/kg14,80
ME, MJ/kg
(Schwein)
14,10
ME, MJ/kg
(Geflügel)
13,65
ME, MJ/kg
(Rind)
11,55
NEL, MJ/kg7,30
Calcium, g/kg0,40
Phosphor, g/kg2,80
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,42
Natrium, g/kg0,11

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 „Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh„



Maisflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von gereinigtem Mais gewonnen wird. Maisflocken werden z.B. in speziellen Pferdefuttersorten (Müslifutter) oder Futtersorten für Nagetiere als hochwertiger und gut verdaulicher Stärketräger (Energielieferant) eingesetzt.

hydrothermisch aufge-
schlossener Mais
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg93,00
Lysin, g/kg2,70
Methionin, g/kg1,95
Methionin
+Cystin, g/kg
4,00
Threonin, g/kg3,30
Tryptophan, g/kg0,60
UDP, %
vom Rohprotein
50,00
nXP, g/kg146,30
RNB, g/kg-8,50
Rohfaser, g/kg23,00
Rohfett, g/kg40,00
Zucker, g/kg17,00
Stärke, g/kg611,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
15,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
91,65
NDForg, g/kg100,00
ADForg, g/kg26,10
NFC, g/kg626,40
Strukturwert
(SW), /kg
0,19
Rohasche, g/kg14,80
ME, MJ/kg
(Schwein)
14,10
ME, MJ/kg
(Geflügel)
13,65
ME, MJ/kg
(Rind)
11,55
NEL, MJ/kg7,30
Calcium, g/kg0,40
Phosphor, g/kg2,80
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,42
Natrium, g/kg0,11

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Maiskeime

Nebenprodukt der Stärkegewinnung aus Maiskörnern. Mais wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird der Maiskleber (Klebereiweiß) abgetrennt und die reine Maisstärke gewonnen. Das Produkt kann noch Teile der Schalen und des Endosperms enthalten und in einem weiteren Behandlungsschritt zusätzlich getrocknet sein.


Maiskeimextraktionsschrot

Nebenprodukt der Stärkegewinnung aus Maiskörnern. Mais wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird der Maiskleber (Klebereiweiß) abgetrennt und die reine Maisstärke gewonnen. Die gelösten Maiskeime werden entölt (Maiskeimöl) und es verbleibt das Nebenprodukt Maiskeimextraktionsschrot. Das Produkt enthält ca. 23 % Rohprotein und ca. 27 % Stärke. Maiskeimextraktionsschrot aus der Trockenmüllerei weist demgegenüber einen höheren Stärke- (ca. 38 %) und einen niedrigeren Rohproteingehalt (ca. 11 – 12 %) auf. In der Tierernährung findet Maiskeimextraktionsschrot in der Fütterung von Wiederkäuern (Kühe, Rinder) Verwendung.

Maiskeimextrak-
tionsschrot
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg117,00
Lysin, g/kg5,10
Methionin, g/kg2,20
Methionin
+Cystin, g/kg
4,40
Threonin, g/kg4,70
Tryptophan, g/kg1,00
UDP, %
vom Rohprotein
35,00
nXP, g/kg145,25
RNB, g/kg-4,50
Rohfaser, g/kg72,00
Rohfett, g/kg15,00
Zucker, g/kg50,00
Stärke, g/kg388,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
15,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
58,20
NDForg, g/kg
ADForg, g/kg
NFC, g/kg
Strukturwert
(SW), /kg
0,15
Rohasche, g/kg37,40
ME, MJ/kg
(Schwein)
11,40
ME, MJ/kg
(Geflügel)
10,15
ME, MJ/kg
(Rind)
10,80
NEL, MJ/kg6,80
Calcium, g/kg0,60
Phosphor, g/kg6,20
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
1,24
Natrium, g/kg0,20

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Maiskleber

Nebenprodukt der Stärkegewinnung aus Maiskörnern. Mais wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird die reine Maisstärke gewonnen, der Maiskleber (Klebereiweiß) abgetrennt und anschließend schonend getrocknet. Maiskleber enthält über 60 % Rohprotein mit sehr hoher Verdaulichkeit (> 90 %) und wird z.B. in Mischfuttersorten für junge Ferkel (Prestarter) verwendet.


Maiskleberfutter

Nebenprodukt der Stärkegewinnung aus Maiskörnern. Mais wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird der Maiskleber (Klebereiweiß) abgetrennt und die reine Maisstärke gewonnen. Die gelösten Maiskeime werden entölt (Maiskeimöl) und es verbleibt das Nebenprodukt Maiskeimextraktionsschrot. Maiskleber, getrocknetes Maisquellwasser, die abgetrennten Schalen und Maiskeimextraktionsschrot ergeben dann das Produkt Maiskleberfutter. Es zeichnet sich durch einen mittleren bis hohen Rohproteingehalt (zwischen ca. 20 und 36 %, je nach Kleberanteil) sowie mittleren Stärkegehalt (ca. 20 %) aus. Aufgrund der guten Pansenbeständigkeit der Stärke und des Proteins ist es hervorragend zur Ergänzung der Futtermischungen für Kühe und Mastrinder geeignet. Außerdem weist Maiskleberfutter eine gute Nährstoffverdaulichkeit im Dünndarm auf und wird daher auch im Futter für Monogastrier (Schweine, Geflügel) verwendet.

Maiskleberfutter
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg890,00
Rohprotein, g/kg198,00
Lysin, g/kg5,90
Methionin, g/kg4,30
Methionin
+Cystin, g/kg
7,90
Threonin, g/kg6,90
Tryptophan, g/kg1,20
UDP, %
vom Rohprotein
35,00
nXP, g/kg174,90
RNB, g/kg3,70
Rohfaser, g/kg77,00
Rohfett, g/kg36,00
Zucker, g/kg19,00
Stärke, g/kg203,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
21,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
42,60
NDForg, g/kg342,70
ADForg, g/kg102,40
NFC, g/kg227,00
Strukturwert
(SW), /kg
0,24
Rohasche, g/kg56,10
ME, MJ/kg
(Schwein)
10,70
ME, MJ/kg
(Geflügel)
8,05
ME, MJ/kg
(Rind)
10,85
NEL, MJ/kg6,75
Calcium, g/kg1,20
Phosphor, g/kg7,80
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
1,55
Natrium, g/kg2,45

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Maisquellstärke

Erzeugnis, das aus Maisstärke besteht. Die Stärke ist durch eine Wärmebehandlung (hydrothermische Behandlung) weitgehend aufgeschlossen. Der Stärkeaufschlussgrad beträgt dabei mindestens 50 %. Damit ist die Stärke insbesondere auch für junge Monogastrier entsprechend hochverdaulich. Wenn an die Wärmebehandlung eine geeignete Hydrolyse angeschlossen wird, spricht man von teilverzuckerter Maisquellstärke. Analytisch muss das Produkt dann einen Gehalt von mind. 15 % reduzierender Zucker aufweisen.


Maisstärke

Mais wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird der Maiskleber (Klebereiweiß) abgetrennt und die reine Maisstärke gewonnen.


Malzkeime

Nebenprodukt der Malzherstellung in der Bierbrauerei. Braugerste bzw. -weizen wird in der Mälzerei gereinigt und durch Einweichen in Wasser und geeignete Lagerungsbedingungen zum Auskeimen gebracht. Das Keimwürzelchen (beim Weizen auch die Blattkeime) durchbricht die Fruchtschale und ist nach 7 bis 9 Tagen etwa anderthalb mal so lang wie das Korn. Das sogenannte Grünmalz wird nun auf Darren getrocknet und mehr oder weniger stark geröstet. Es entsteht das Darrmalz, von dem in einer Malzputzmaschine die Keimlinge abgetrennt werden. Malzkeime zeichnen sich durch hohe Gehalte an leichtlöslichen Kohlenhydraten (ca. 13 % Zucker), Rohfaser (ca. 13 %) und Rohprotein (ca. 27 %) aus. In der Tierernährung werden Malzkeime aufgrund ihres Nährstoffgehaltes vor allem in Futtersorten für Wiederkäuer (Kühe, Rinder) verwendet. Da Malzkeime aber durch ihren Rohfasergehalt einen guten diätetischen Wert besitzen, werden sie auch im Kaninchenfutter sowie im Futter für Schweine eingesetzt. Die gezielte Verwendung erfordert aber eine genaue Analyse der Nährstoffgehalte, da diese je nach Herkunft der Malzkeime Schwankungen unterworfen sind.

Malzkeime
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg920,00
Rohprotein, g/kg272,00
Lysin, g/kg13,20
Methionin, g/kg3,20
Methionin
+Cystin, g/kg
7,40
Threonin, g/kg9,80
Tryptophan, g/kg2,50
UDP, %
vom Rohprotein
25,00
nXP, g/kg176,00
RNB, g/kg15,40
Rohfaser, g/kg133,00
Rohfett, g/kg10,00
Zucker, g/kg128,00
Stärke, g/kg42,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
10,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
4,20
NDForg, g/kg
ADForg, g/kg
NFC, g/kg
Strukturwert
(SW), /kg
0,29
Rohasche, g/kg69,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
8,00
ME, MJ/kg
(Geflügel)
ME, MJ/kg
(Rind)
10,40
NEL, MJ/kg6,20
Calcium, g/kg2,70
Phosphor, g/kg7,20
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
3,24
Natrium, g/kg0,57

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Maniok

Produkt aus den stärkereichen Wurzelknollen des Maniok- oder Cassavestrauches. Durch Abpressen und Trocknen gewaschener und geschälter Maniokknollen entstehen die sogenannten Maniokschnitzel, auch Tapiokaschnitzel genannt. Durch Vermahlen werden dann die Maniok- oder Tapiokamehle gewonnen. Sie haben je nach Herkunftsland und Verarbeitungsstufe einen Stärkegehalt zwischen 55 und 65 % und sehr niedrigen Rohproteingehalt (ca. 2%). Damit stellen sie einen reinen Energieträger dar. In der Tierernährung wird Maniok vornehmlich als energiereiches Einzelfuttermittel im Mischfutter für Schweine und Geflügel verwendet. Die Bedeutung hat aber in den vergangenen Jahren sehr stark abgenommen, da vornehmlich inländisches Getreide, allen voran Weizen und Triticale, als Energieträger im Futter für Schweine und Geflügel genutzt wird.

Maniok
(Tapioka)
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg880,00
Rohprotein, g/kg26,00
Lysin, g/kg1,00
Methionin, g/kg0,35
Methionin
+Cystin, g/kg
0,70
Threonin, g/kg0,80
Tryptophan, g/kg0,30
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg117,50
RNB, g/kg-14,60
Rohfaser, g/kg52,00
Rohfett, g/kg6,00
Zucker, g/kg26,00
Stärke, g/kg590,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
15,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
88,50
NDForg, g/kg66,00
ADForg, g/kgk.A.
NFC, g/kgk.A.
Strukturwert
(SW), /kg
-0,11
Rohasche, g/kg51,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
12,60
ME, MJ/kg
(Geflügel)
12,40
ME, MJ/kg
(Rind)
10,40
NEL, MJ/kg6,60
Calcium, g/kg1,20
Phosphor, g/kg0,90
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,10
Natrium, g/kg0,20

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Melasseschnitzel

Nebenprodukt der Gewinnung von Zucker (Saccharose) aus der Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris ssp. altissima). Die Zuckergewinnung erfolgt in mehreren Schritten. Zur Gewinnung des Rohsaftes werden die gewaschenen und geschnitzelten Rüben mit 80 bis 90 °C warmem Wasser im Gegenstromprinzip ausgelaugt. Als Rückstand verbleiben die Nassschnitzel. Durch Pressen wird den Nassschnitzeln Wasser entzogen, es entstehen die Pressschnitzel. Diese werden getrocknet und man erhält die Trockenschnitzel. Während des Trocknungsprozesses können den Schnitzeln Anteile der bei der Zuckergewinnung anfallenden Zuckerrübenmelasse zugegeben werden. Je nach Anteil des Melasseanteils unterscheidet man Trockenschnitzel (9 – 16 % Zucker, 15 % Rohfaser), Melasseschnitzel (16 – 23 % Zucker, 14 % Rohfaser) und zuckerreiche Melasseschnitzel (über 23 % Zucker, 12 % Rohfaser). Trocken- und Melasseschnitzel werden in der Tierernährung im Mischfutter für Wiederkäuer (Kühe, Rinder) als energiereiche Komponente aber auch im Mischfutter für Sauen als diätetisch wertvolles Einzelfuttermittel eingesetzt.

Melasseschnitzel
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg900,00
Rohprotein, g/kg115,00
Lysin, g/kg5,70
Methionin, g/kg1,70
Methionin
+Cystin, g/kg
3,50
Threonin, g/kg4,10
Tryptophan, g/kg0,90
UDP, %
vom Rohprotein
35,00
nXP, g/kg146,40
RNB, g/kg-5,00
Rohfaser, g/kg129,00
Rohfett, g/kg7,00
Zucker, g/kg183,00
Stärke, g/kg0,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
0,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
0,00
NDForg, g/kg292,50
ADForg, g/kg162,00
NFC, g/kg410,00
Strukturwert
(SW), /kg
0,14
Rohasche, g/kg72,80
ME, MJ/kg
(Schwein)
9,45
ME, MJ/kg
(Geflügel)
k.A.
ME, MJ/kg
(Rind)
11,00
NEL, MJ/kg6,95
Calcium, g/kg10,10
Phosphor, g/kg0,70
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
0,07
Natrium, g/kg2,00

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Methionin

{Methionin}ist eine essentielle Aminosäure und wird in der reinen Form als DL-Methionin durch chemische Synthese hergestellt. Dabei dienen als Ausgangsstoffe Propylen, Methan, Ammoniak und Methylmercaptan. Methionin ist in der DL-Form vom Tier vollständig zu verwerten, da im Stoffwechsel die D-Form in die L-Form überführt wird. Neben DL-Methionin wird in der Tierernährung auch eine Vorstufe der reinen Aminosäure, das Hydroxy-Analog von Methionin, verwendet. Diese Vorstufe wird ebenfalls über eine chemische Synthese hergestellt. Die DL-Form wird im Stoffwechsel in die L-Form des Methionins umgebaut. In der Natur kommt das Hydroxy-Analog von Methionin z.B. als Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen bei Gärungsvorgängen wie z.B. in Grundfuttersilagen vor. In der Tierernährung wird Methionin als Einzelaminosäure zur Sicherstellung der Versorgung der Tiere je nach Futtersorte und Tierart verwendet. Besondere Bedeutung kommt dieser Einzelaminosäure im Futter für Geflügel zu, da Methionin bei dieser Tierart die erstlimitierende Aminosäure darstellt.

DL-Methionin
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg1000,00
Rohprotein, g/kg1000,00
Methionin, g/kg1000,00
Methionin
+Cystin, g/kg
1000,00
UDP, %
vom Rohprotein
0,00
nXP, g/kg0,00
RNB, g/kg160,00

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Mischfutter

Eine ausgewogene Ernährung ist Grundvoraussetzung für die Gesundheit - dies gilt für Mensch und Tier gleichermaßen. Während wir Menschen weitgehend selbst bestimmen können, was wir essen, sind unsere Heim- und Nutztiere darauf angewiesen, dass wir Menschen sie art- und bedarfsgerecht versorgen.

Diesen vielfältigen Ansprüchen muss Tierfutter genügen, d.h. der Mischfutterhersteller trägt hier Verantwortung für das Wohlbefinden der Tiere. Viele Inhalts- und Zusatzstoffe entfalten ihre volle Wertigkeit erst in ihrer gezielten Kombination miteinander - oder anders gesagt: auf die richtgie Mischung kommt es an.

Mischfutter ist also mehr als die Summe seiner Bestandteile!

Der Mischfutterhersteller produziert eine Vielzahl tierartspezifischer Allein- und Ergänzungsfutter, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt und kontrolliert werden. Dies erfordert ein profundes Fachwissen, moderne Produktionsanlagen sowie ein sorgfältiges Qualitätsmanagement.

Regelmäßige Kontrollen sowie der Herkunftsnachweis für die eingesetzten Roh- und Zusatzstoffe gewährleisten, dass die Futtermittel qualitativ einwandfrei sind. Darüberhinaus geben die deutschen Mischfutterhersteller alle verwendeten Rohstoffe sowie enthaltene Inhalts- und Zusatzstoffe auf dem Sackanhänger oder den Warenbegleitpapieren an. Diese offene Deklaration sorgt für lückenlose Transparenz und zusätzliche Sicherheit beim Tierhalter.

Futtermittel, die an Nutztiere verfüttert werden, sind Teil der Lebensmittelkette. Die Formel ist einfach: Je vollwertiger das Futter, umso hochwertiger die tierischen Produkte, die wir Menschen in Form von Fleisch und Wurstwaren, Milch und Milchprodukten sowie Eiern zu uns nehmen. Dieser Verantwortung ist sich die Deutsche Tiernahrung Cremer bewusst und setzt alle Kraft in die Sicherung einer hohen Qualität der hergestellten Mischfutter.

Der wichtigste Rohstoff in der Mischfutterherstellung ist Getreide. Darüber hinaus werden Rohstoffe verwendet, die direkt aus der Lebensmittelwirtschaft kommen. Hierzu zählen z.B. Kleien und Schrote, die als Nebenprodukte in Getreide- und Ölmühlen anfallen. Andere wichtige Futterkomponenten sind Maiskleberfutter aus der Stärkeindustrie, Melasse und Trockenschnitzel aus der Zuckerherstellung oder Zitrus- und Obsttrester aus der Fruchtsaftindustrie. Diese Nebenprodukte der Lebensmittelwirtschaft machen über alle Mischfuttersorten rund 60 Prozent der Menge aus. Diese wertvollen Rohstoffe werden so wieder dem Lebensmittelkreislauf zugeführt und dadurch eine ansonsten notwendige teure und umweltbelastende Vernichtung vermieden. So erfüllt Mischfutter auch eine wichtige Funktion im Hinblick auf eine umweltschonende und nachhaltige Resourcennutzung.

Quelle: Mischfutter - mehr als die Summe der Bestandteile; Deutscher Verband Tiernahrung e.V. (DVT) und unternehmenseigene Unterlagen


Molkenpulver

Molkenpulver wird aus Vollmilch gewonnen. Dazu wird durch Zentrifugieren der Rahm (Butterherstellung) abgetrennt und es verbleibt die Magermilch. Durch Zusatz von Lab (ein Enzym) oder Milchsäure wird das Casein (Milchprotein) gefällt und entzogen. Bei der Labfällung verbleibt die Süßmolke, bei der Säurefällung die Sauermolke. Der Süßmolke wird dann durch eine sehr schonende Sprüh- oder Walzentrocknung das Wasser entzogen. Süßmolkenpulver enthält ca. 70 % Milchzucker (Lactose) und ca. 12 % Rohprotein. Wird der Süßmolke vor der Trocknung ein Teil des Milchzuckers entzogen, erhält man das teilentzuckerte Molkenpulver mit ca. 36 % Lactose und ca. 22 % Rohprotein. Molkenprodukte weisen eine sehr hohe Verdaulichkeit auf und werden vornehmlich in der Ernährung junger Monogastrier (z.B. Ferkel) und Kälber genutzt.

Süßmolkenpulver
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg960,00
Rohprotein, g/kg127,00
Lysin, g/kg9,50
Methionin, g/kg2,10
Methionin
+Cystin, g/kg
4,30
Threonin, g/kg6,70
Tryptophan, g/kg1,90
UDP, %
vom Rohprotein
5,00
nXP, g/kg6,50
RNB, g/kg19,30
Rohfaser, g/kg0,00
Rohfett, g/kg12,00
Zucker, g/kg710,00
Stärke, g/kg0,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
0,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
0,00
NDForg, g/kg 
ADForg, g/kg 
NFC, g/kg 
Strukturwert
(SW), /kg
-0,40
Rohasche, g/kg81,60
ME, MJ/kg
(Schwein)
13,40
ME, MJ/kg
(Geflügel)
 
ME, MJ/kg
(Rind)
 
NEL, MJ/kg 
Calcium, g/kg6,60
Phosphor, g/kg6,60
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
5,28
Natrium, g/kg7,10

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Monocalciumphosphat

Mineralisches Einzelfuttermittel, das 16 % Calcium und 22 % Phosphor enthält. Monocalciumphosphat wird als hochverfügbarer Calcium- und Phosphorträger auf chemischem Wege hergestellt. In der Tierernährung findet das Produkt zur gezielten bedarfsgerechten Ergänzung des Futters mit den wichtigen Mengenelementen Calcium und Phosphor Verwendung. Die Gehalte an diesen beiden Elementen in den pflanzlichen Einzelfuttermitteln sind für verschiedene Tierarten nicht ausreichend, den Bedarf zu decken und erfordern daher die gezielte Ergänzung.


Monodicalciumphosphat

Mineralisches Einzelfuttermittel, das zu gleichen Teilen aus Monocalciumphosphat und Dicalciumphosphat besteht und 22 % Calcium sowie 22 % Phosphor enthält. Monodicalciumphosphat wird als hochverfügbarer Calcium- und Phosphorträger auf chemischem Wege hergestellt. In der Tierernährung findet das Produkt zur gezielten bedarfsgerechten Ergänzung des Futters mit den wichtigen Mengenelementen Calcium und Phosphor Verwendung. Die Gehalte an diesen beiden Elementen in den pflanzlichen Einzelfuttermitteln sind für verschiedene Tierarten nicht ausreichend, den Bedarf zu decken und erfordern daher die gezielte Ergänzung.

Monodicalciumphosphat
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg960,00
Rohasche, g/kg960,00
Calcium, g/kg220,00
Phosphor, g/kg218,00
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
174,40

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Muschelschalen

Muschel- oder Austernschalen stellen für Legegeflügel eine gute Calciumquelle dar. Das darin enthaltene Calcium (ca. 38 %) ist im Magen-/Darm-Trakt langsam löslich und steht daher über einen möglichst langen Zeitraum zur Absorption in den Stoffwechsel und für die Eischalenbildung zur Verfügung.

Muschelschalen
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg970,00
Rohasche, g/kg970,00
Calcium, g/kg380,00

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh