News aktuell
Produkte aktuell
14.08.2019

OHNE SOJA

Termine
12. - 17.10.2019

Muswiese 2019

Diese Seite drucken

Nährstofflexikon

Welche Nährstoffe sind für meine Tiere wichtig? Welche Aufgaben haben die Nährstoffe im Körper? Im Nährstofflexikon finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.

    D    G   I       O   Q       W  X  Y  


toplink

C

Calcium

Calcium ist neben Phosphor Baustoff für Knochen und Zähne sowie Bestandteil der Gewebe und Körperflüssigkeiten. Für den physiologisch richtigen Ablauf des Stoffwechselgeschehens ist es von lebenswichtiger Bedeutung. So kann ohne Calcium z.B. die Blutgerinnung nicht erfolgen. Gemeinsam mit Magnesium steuert Calcium die Nervenfunktionen. Während des Wachstums wird Calcium fast vollständig in den Knochen eingelagert. Je nach Anforderung des Körpers an den Mineralstoffhaushalt wird Calcium in oder aus dem Knochendepot ein- oder ausgelagert. Bei Unterversorgung mit Calcium treten Störungen im intermediären Stoffwechsel sowie im Wachstum auf. Im Knochensystem kann es zu einer Entmineralisierung und in Verbindung mit ungenügender Versorgung mit Vitamin D zu Knochenweiche (Rachitis) kommen. Eine Überversorgung mit Calcium kann Lecksucht oder bei gebärenden Tieren das sogenannte „Festliegen“ vor und nach der Geburt zur Folge haben. Steht parallel zu einer Calcium-Überversorgung nicht genügend Phosphor zur Verfügung, kann Knochenbrüchigkeit auftreten.

Wenig Calcium enthalten folgende Futtermittel: Getreide, Grünfutter, Maissilage, Rüben, Bietreber, Ölkuchen/-schrote
Reich an Calcium sind folgende Futtermittel: Luzerne- und Kleeheu, Zuckerrübenblatt, Trockenschnitzel

Die bedarfsgerechte Versorgung der Tiere mit Calcium wird über eine Ergänzung des Futters mit natürlich vorkommenden mineralischen Calciumverbindungen wie Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Calciumsulfat oder Calciumchlorid vorgenommen.


Carnitin

L-Carnitin gehört nicht klassisch zu den Vitaminen und wird daher häufig auch als „vitaminähnlicher Nährstoff„ bezeichnet. L-Carnitin kommt vor allem im Muskelgewebe bei Tieren vor; etwa 85 % des L-Carnitin im Körper findet sich in der Muskulatur, weniger als 1 % im Blutplasma. Hauptsyntheseort für L-Carnitin ist die Leber. In Futtermitteln findet man L-Carnitin in Milch, Hefe und Weizenkeimen. L-Carnitin ist im Körper essentiell am Fettstoffwechsel beteiligt. So übernimmt dieser Nährstoff Aufgaben beim Transport aktivierter Fettsäuren in die Mitochondrien zur Energiegewinnung und als Speicher für aktivierte Acetylreste im Stoffwechsel, die dann wiederum in Leistungsphasen zur Verfügung stehen. Aufgrund dieser Funktionen wird L-Carnitin teilweise auch „Energievitamin„ genannt. Auch am Schutz von Zellmembranen ist L-Carnitin beteiligt. In Untersuchungen wurde ein positiver Einfluß auf Herz und Immunsystem festgestellt. Im Bereich der Tierernährung hat L-Carnitin in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Man konnte nämlich sowohl für Sauen als auch für Kaninchen einen positiven Effekt einer zusätzlichen L-Carnitin-Versorgung auf verschiedene Fruchtbarkeitsparameter wie Wurfrate und Anzahl geborener Nachkommen feststellen. Herauszustellen ist auch die Förderung der Immunantwort und die Stabilisierung des Kreislaufs. Daher wird L-Carnitin heute in Spezial-Vitaminprodukten für Tiere verwendet, die in Stressphasen eingesetzt werden. So enthält z.B. das Spezialprodukt deuka booster eine hohe Konzentration an L-Carnitin.


Cholin

Cholin ist im Stoffwechsel an der Bildung von Phospholipiden (z.B. Lecithin) und Lipoproteinen beteiligt. Darüber nimmt es Einfluß auf die Fettverdauung und den Fettstoffwechsel. Außerdem steht es neben der Aminosäure {Methionin}als sogenannter Methylgruppendonator im Stoffwechsel zur Verfügung. Bei ausreichender Versorgung mit Methionin, Serin, Folsäure und Vitamin B12 kann Cholin in der Leber gebildet werden. Bei einem Cholinmangel kann es zu einem gestörten Fettstoffwechsel und in der Folge zu einer Leberverfettung kommen. Außerdem können Funktionsstörungen der Gelenke und Knochen (z.B. Perosis beim Geflügel, Spreizbeinigkeit beim Ferkel) auftreten. Cholin kommt zwar in allen Futtermitteln vor, die Konzentration ist aber sehr unterschiedlich. So sind einige Ölschrote (z.B. Sojaschrot) und Hefen reich an Cholin, Mais enthält demgegenüber aber sehr wenig natürliches Cholin. Zur Deckung des Bedarfes ist die Eigensynthese bei Jungtieren und Mastgeflügel und der natürliche Gehalt der Futtermittel nicht ausreichend. Hier muß das Futter zusätzlich mit reinem Cholin ergänzt werden.