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Nährstofflexikon

Welche Nährstoffe sind für meine Tiere wichtig? Welche Aufgaben haben die Nährstoffe im Körper? Im Nährstofflexikon finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.

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K

Kalium

Kalium findet sich in den tierischen Zellen und ist mit für den osmotischen Druck des Zellsaftes verantwortlich. Es beeinflusst den Zustand der Zellproteine und die Erregbarkeit der Zellen. Außerdem ist Kalium an der Aktivierung verschiedener Enzymsysteme beteiligt und fördert die Speicherung von Glykogen in der Leber. Im Magen-Darm-Kanal wird Kalium leicht absorbiert und bei Überschuß mit dem Harn ausgeschieden. Dieser Prozeß wird durch Hormone der Nebenniere und Hirnanhangsdrüse gesteuert. Bei Verdauungsstörungen können erhebliche Kaliumverluste mit dem Kot auftreten. Bei überhöhten Kaliumgaben ist die Absorption von Magnesium vermindert. Dies führt zu Funktionsstörungen in Muskulatur und Kreislauf. Kalium-Mangelerscheinungen sind äußerst selten, da übliche Futterrationen im allgemeinen den Bedarf sicher abdecken. Reich an Kalium sind wirtschaftseigene Futtermittel wie Rüben, Kleeheu, Luzerneheu, Wiesenheu, Weidegras und Maissilage. Auch Mischfutterkomponenten wie z.B. Getreidekleien und Ölschrote (z.B. Sonnenblumenschrot, Sojaschrot, Rapsschrot) enthalten den Bedarf sicher deckende Kaliummengen. Eine spezielle Ergänzung des Futters mit Kalium aus mineralischen Quellen ist daher nicht notwendig. Lediglich Hunde benötigen aufgrund des hohen täglichen Kaliumbedarfes eine Futterergänzung mit mineralischem Kalium (Kalisalze, gewonnen aus Gestein – z.B. Sylvin, Carnallit, Kainit).


Kobalt

Kobalt ist als Bestandteil des Vitamin B12 (enthält 4 % Kobalt) für den Aufbau des Blutfarbstoffs Hämoglobin erforderlich und daher für alle Tiere lebensnotwendig. Besonders Wiederkäuer reagieren auf einen Kobaltmangel empfindlich. Unter Kobaltmangel sammelt sich Eisen im Körper an. Bei hoher Kobaltzufuhr wird verstärkt Jod mit dem harn ausgeschieden. Unter Kobaltmangel treten Verdauungsstörungen, Gewichtsabnahme, Anämie, raues Haarkleid starkes Nachlassen der Freßlust und fortschreitendes Kümmern auf. Die natürlichen Kobaltgehalte der Futtermittel zeigen große Schwankungen. So enthalten z.B. Maissilage und Milchprodukte sehr wenig Kobalt. Hefen sowie die Nebenprodukte der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben, Trockenschnitzel und Melasse, sind reich an Kobalt. Die bedarfsgerechte Versorgung der Tiere mit Kobalt wird über eine je nach Tierart und Futtersorte notwendige Ergänzung mit Kobalt mineralischem Ursprungs (Kobaltsulfat, Kobaltoxid) sichergestellt.


Kupfer

Kupfer ist in Verbindung mit Eisen an der Blutbildung (rote Blutkörperchen und Hämoglobin) beteiligt. Weiterhin findet man es als Bestandteil von Fermenten. Auch bei der Pigmentbildung, der Ausbildung des Knochenskeletts, beim Wachstum von Haaren und Wolle sowie bei der Fortpflanzung kommen dem Kupfer Funktionen zu. Kupfer steht in enger Wechselbeziehung zu verschiedenen Elementen und Verbindungen im Stoffwechsel, so u.a. zu Calcium, Zink, Molybdän und Sulfaten. Diese Stoffe entscheiden über die Einlagerung oder Verminderung des Depots an Kupfer. Besonders empfindlich auf eine über dem Bedarf liegende Kupferaufnahme reagieren Schafe. Daher ist dem Kupfergehalt des Grundfutters besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Mischfutter für Schafe enthalten aus diesem Grunde keine mineralischen Kupferzusätze. Bei längerfristigem Kupfermangel kann es zu einem Nachlassen der Freßlust, Gewichtsabnahme, Fruchtbarkeitsstörungen, Anämie, Störungen in der Knochenbildung, Störungen im Nervensystem und teilweise schweren Durchfällen kommen. Rüben, Getreide und Milchprodukte enthalten wenig Kupfer. Einen mittleren Kupfergehalt weisen die meisten Grünfutter, auch als Heu oder Silage, auf. Bierhefen und Malzkeime (Nebenprodukte aus der Bierherstellung) und Ölschrote (z.B. Rapsschrot, Sojaschrot, Sonnenblumenschrot) enthalten im Vergleich höhere Kupfermengen. Die je nach Tierart erforderliche Ergänzung des Futters mit Kupfer erfolgt über mineralische Verbindungen wie Sulfate, Oxide oder auch Carbonat. Das Futtermittelgesetz und die dazugehörige Futtermittelverordnung schreiben für Kupfer je nach Tierart Höchstgehalte im Futter vor, die unbedingt zu beachten sind.