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14.08.2019

OHNE SOJA

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Rohstofflexikon

Rohstoffe - was versteht man darunter? Welche Rohstoffe werden für die Ernährung der Tiere eingesetzt? Im Rohstofflexikon finden Sie diese und viele weitere Antworten.

Die Begriffe sind verständlich erklärt und alphabetisch geordnet.

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Weizen

Weizen (Triticum sativum) ist die wichtigste inländische Getreideart und wird als Winter- oder Sommerweizen angebaut. Sein Wert für die menschliche Ernährung hängt von seiner Backfähigkeit, d. h. Zusammensetzung und Gehalt des Kleber-Eiweißes ab. Für die Tierernährung sind der Stärke- (ca. 58 %) und Eiweißgehalt (ca. 12 - 14 %) bedeutend. Dadurch wird auch der Gehalt an Energie bestimmt. Bei der Gewinnung von Weizenmehl und Weizenstärke für die menschliche Ernährung fallen verschiedene Nebenprodukte an, die sehr gut für die Tierernährung zu nutzen sind. Dabei handelt es sich z.B. um Weizenkleie, Weizengrießkleie, Weizenkleberfutter.

Weizen
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg120,00
Lysin, g/kg3,40
Methionin, g/kg1,90
Methionin
+Cystin, g/kg
4,80
Threonin, g/kg3,50
Tryptophan, g/kg1,30
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg145,40
RNB, g/kg-4,05
Rohfaser, g/kg26,00
Rohfett, g/kg18,00
Zucker, g/kg29,00
Stärke, g/kg583,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
15,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
87,45
NDForg, g/kg104,40
ADForg, g/kg26,10
NFC, g/kg613,40
Strukturwert
(SW), /kg
-0,13
Rohasche, g/kg16,50
ME, MJ/kg
(Schwein)
13,80
ME, MJ/kg
(Geflügel)
12,73
ME, MJ/kg
(Rind)
11,63
NEL, MJ/kg7,40
Calcium, g/kg0,40
Phosphor, g/kg3,30
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
2,15
Natrium, g/kg0,06

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 „Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh„



Weizen, aufgeschlossen

Weizen (Triticum sativum) ist die wichtigste inländische Getreideart und wird als Winter- oder Sommerweizen angebaut. Sein Wert für die menschliche Ernährung hängt von seiner Backfähigkeit, d. h. Zusammensetzung und Gehalt des Kleber-Eiweißes ab. Für die Tierernährung sind der Stärke- (ca. 58 %) und Eiweißgehalt (ca. 12 - 14 %) bedeutend. Dadurch wird auch der Gehalt an Energie bestimmt.

Junge Monogastrier wie z.B. Ferkel können die Stärke aus Weizen aufgrund der begrenzten Produktion des stärkespaltenden Enzyms Amylase nur unvollständig verdauen. Es besteht dabei die Gefahr, dass unverdaute Stärkemengen in den Dickdarm gelangen, dort potentiellen Schadkeimen als Nahrung zur Verfügung stehen und so z.B. Durchfallerscheinungen auftreten können. Um dies zu verhindern, wird ein Teil des im Futter für Ferkel enthaltenen Weizens über die von der Deutschen Tiernahrung Cremer entwickelte und patentierte druckhydrothermische Verfahrenstechnik opticon gezielt behandelt und aufgeschlossen. Bei diesem Stärkeaufschluss wird die Struktur der Stärkekörner deutlich verändert, es kommt zu einer praktisch vollständigen Gelatinisierung der Stärke. Dadurch kann die Stärke durch das Enzym Amylase auch bei geringerer Enzymkonzentration im Dünndarm schnell und weitgehend abgebaut werden - die dabei entstehenden Zuckerketten können aus dem Darm absorbiert werden und stehen dem Tier als Energie im Stoffwechsel zur Verfügung. Durch die Behandlung des Weizen über die opticon-Technik wird ein Stärkeaufschlussgrad von mindestens 70 % erreicht.

opticon Weizen
hydrothermisch aufge-
schlossener Weizen
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg120,00
Lysin, g/kg3,40
Methionin, g/kg1,90
Methionin
+Cystin, g/kg
4,80
Threonin, g/kg3,50
Tryptophan, g/kg1,30
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg145,40
RNB, g/kg-4,05
Rohfaser, g/kg26,00
Rohfett, g/kg18,00
Zucker, g/kg29,00
Stärke, g/kg583,00
Stärkeauf-
schlussgrad, %
mind. 70
NDForg, g/kg104,40
ADForg, g/kg26,10
NFC, g/kg613,40
Strukturwert
(SW), /kg
-0,13
Rohasche, g/kg16,50
ME, MJ/kg
(Schwein)
13,80
ME, MJ/kg
(Geflügel)
12,73
ME, MJ/kg
(Rind)
11,63
NEL, MJ/kg7,40
Calcium, g/kg0,40
Phosphor, g/kg3,30
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
2,15
Natrium, g/kg0,06

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Weizenflocken

Erzeugnis, das durch Dämpfen und Walzen von gereinigtem Weizen gewonnen wird.

Durch das Dämpfen wird ein hydrothermischer Aufschluß der Stärke erreicht. Dadurch ist die Stärke insbesondere für junge Monogastrier (z.B. junge Ferkel) besser verdaulich.

hydrothermisch aufge-
schlossener Weizen
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg120,00
Lysin, g/kg3,40
Methionin, g/kg1,90
Methionin
+Cystin, g/kg
4,80
Threonin, g/kg3,50
Tryptophan, g/kg1,30
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg145,40
RNB, g/kg-4,05
Rohfaser, g/kg26,00
Rohfett, g/kg18,00
Zucker, g/kg29,00
Stärke, g/kg583,00
NDForg, g/kg104,40
ADForg, g/kg26,10
NFC, g/kg613,40
Strukturwert
(SW), /kg
-0,13
Rohasche, g/kg16,50
ME, MJ/kg
(Schwein)
13,80
ME, MJ/kg
(Geflügel)
12,73
ME, MJ/kg
(Rind)
11,63
NEL, MJ/kg7,40
Calcium, g/kg0,40
Phosphor, g/kg3,30
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
2,15
Natrium, g/kg0,06

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Weizengrießkleie

Nebenprodukt der Gewinnung von Weizenmehl für die menschliche Ernährung. In der Mehlmüllerei wird der Mehlkörper vom Rest des Korns getrennt. Je nach Grad der Ausmahlung bezeichnet man verschiedene Produkte. Weizengrießkleie hat einen Ausmahlungsgrad zwischen 50 und 70 % und enthält noch ca. 17 bis 20 % Stärke. Der Rohfasergehalt beträgt bis zu 10 %. Für die Tierernährung sind neben den Rohfaser- und Stärkegehalt auch der Rohproteingehalt (ca. 15 – 17 %) von Bedeutung. Weizengrießkleie wird im Futter vornehmlich als diätetisch wirkende Komponente verwendet.

Weizengrießkleie
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg150,00
Lysin, g/kg6,40
Methionin, g/kg2,50
Methionin
+Cystin, g/kg
5,70
Threonin, g/kg4,90
Tryptophan, g/kg2,10
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg129,00
RNB, g/kg3,35
Rohfaser, g/kg82,00
Rohfett, g/kg43,00
Zucker, g/kg57,00
Stärke, g/kg190,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
10,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
19,00
NDForg, g/kg 
ADForg, g/kg 
NFC, g/kg 
Strukturwert
(SW), /kg
0,17
Rohasche, g/kg48,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
10,10
ME, MJ/kg
(Geflügel)
8,25
ME, MJ/kg
(Rind)
9,70
NEL, MJ/kg5,90
Calcium, g/kg1,10
Phosphor, g/kg9,00
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
2,70
Natrium, g/kg0,50

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Weizenkeime

Nebenerzeugnis der Mehl- oder Stärkegewinnung aus Weizen. Weizenkeime bestehen im Wesentlichen aus gewalzten oder nicht gewalzten Weizenkeimen, denen noch Teile des Mehlkörpers und der Schale anhaften können. Das Produkt kann in einem weiteren Bearbeitungsschritt noch zusätzlich getrocknet werden.


Weizenkleber

Nebenprodukt der Stärkegewinnung aus Weizenkörnern. Weizen wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird der Weizenkleber (Klebereiweiß) abgetrennt und die reine Weizenstärke gewonnen. Weizenkleber zeichnet sich durch einen sehr hohen Rohproteingehalt (ca. 73 %) mit sehr hoher Verdaulichkeit aus. Daher findet Weizenkleber vornehmlich in Spezialprodukten für Monogastrier (Schweine, Geflügel) Verwendung.


Weizenkleberfutter

Nebenprodukt der Stärkegewinnung aus Weizenkörnern. Weizen wird in der Nassmüllerei nach einem Quellprozess entkeimt. Nach Entfernung der Schale vom Mehlkörper erfolgt eine mechanische Reinigung. Dabei wird der Weizenkleber (Klebereiweiß) abgetrennt und die reine Weizenstärke gewonnen. Weizenkleber, die abgetrennten Weizenschalen und getrocknetes Weizenquellwasser ergeben dann das Produkt Weizenkleberfutter. Das Produkt enthält ca. 24 % Stärke und ca. 16 % Rohprotein. In der Tierernährung wird Weizenkleberfutter vorrangig im Mischfutter für Wiederkäuer (Kühe, Rinder) eingesetzt. Aufgrund einer guten Nährstoffverdaulichkeit im Dünndarm wird er aber auch im Futter für Monogastrier (Schweine, Geflügel) verwendet.

Weizenkleberfutter
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg890,00
Rohprotein, g/kg145,00
Lysin, g/kg4,10
Methionin, g/kg2,30
Methionin
+Cystin, g/kg
5,10
Threonin, g/kg4,40
Tryptophan, g/kg2,40
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg139,10
RNB, g/kg0,95
Rohfaser, g/kg65,00
Rohfett, g/kg20,00
Zucker, g/kg80,00
Stärke, g/kg180,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
10,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
18,00
NDForg, g/kg
ADForg, g/kg
NFC, g/kg
Strukturwert
(SW), /kg
0,15
Rohasche, g/kg49,00
ME, MJ/kg
(Schwein)
10,00
ME, MJ/kg
(Geflügel)
8,50
ME, MJ/kg
(Rind)
10,70
NEL, MJ/kg6,45
Calcium, g/kg1,00
Phosphor, g/kg8,40
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
2,10
Natrium, g/kg1,00

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Weizenkleie

Nebenprodukt der Gewinnung von Weizenmehl für die menschliche Ernährung. In der Mehlmüllerei wird der Mehlkörper vom Rest des Korns getrennt. Je nach Grad der Ausmahlung bezeichnet man verschiedene Produkte. Weizenkleie hat einen Ausmahlungsgrad von über 70 % und enthält noch gewisse Stärkemengen (bis zu 15 %). Der Rohfasergehalt beträgt zwischen 10 und gut 12 %. Für die Tierernährung sind vor allem der Rohfaser- und Rohproteingehalt ( ca. 13 – 15 %) bestimmend. Weizenkleie wird im Futter vornehmlich als diätetisch wirkende Komponente eingesetzt.

Weizenkleie
InhaltsstoffeGehalt
(je kg Original-
substanz)
Trockenmasse, g/kg870,00
Rohprotein, g/kg139,00
Lysin, g/kg5,80
Methionin, g/kg2,30
Methionin
+Cystin, g/kg
5,10
Threonin, g/kg4,80
Tryptophan, g/kg2,10
UDP, %
vom Rohprotein
15,00
nXP, g/kg115,30
RNB, g/kg3,80
Rohfaser, g/kg115,00
Rohfett, g/kg37,00
Zucker, g/kg55,00
Stärke, g/kg128,00
Stärkebe-
ständigkeit, %
10,00
beständige Stärke
(bXS), g/kg
12,80
NDForg, g/kg448,00
ADForg, g/kg131,00
NFC, g/kg187,00
Strukturwert
(SW), /kg
0,22
Rohasche, g/kg56,50
ME, MJ/kg
(Schwein)
8,20
ME, MJ/kg
(Geflügel)
7,00
ME, MJ/kg
(Rind)
8,60
NEL, MJ/kg5,10
Calcium, g/kg1,30
Phosphor, g/kg11,80
verdaulicher
Phosphor, g/kg
(Schwein)
3,55
Natrium, g/kg0,35

Quellen: DLG-Futterwerttabellen für Schweine; DLG-Futterwerttabellen für Wiederkäuer; Rechenmeister 2000 (Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe); CVB Veevoedertabel; DLG-Information 2/2001 Struktur- und Kohlenhydratversorgung der Milchkuh



Weizenquellstärke

Erzeugnis, das aus Weizenstärke besteht. Die Weizenstärke ist durch eine geeignete Wärmebehandlung weitgehend aufgeschlossen. Der Stärkeaufschlussgrad beträgt mindestens 50 %. Dadurch ist das Produkt insbesondere auch für junge Monogastrier hochverdaulich. Wird die Weizenstärke einer geeigneten Hydrolyse unterzogen, so spricht man von teilverzuckerter Weizenquellstärke. Das Produkt muß analytisch mindestens 15 % reduzierende Zucker enthalten.


Weizenstärke

Weizenstärke wird aus gereinigtem Weizen oder aus Weizenmehl gewonnen. Es handelt sich dabei um technisch reine Stärke.